NLP und die moderne Hirnforschung

NLP und die mo­derne Hirn­for­schung
Heft 96 / März 2006

managerseminare-deDass das NLP alles an­dere als Ho­kus­pokus ist, be­legt die mo­derne Hirn­for­schung. So ver­blüf­fend wie wahr: Et­liche Wirk­sam­keits-Vor­aus­set­zungen, von denen das NLP bis­lang still­schwei­gend aus­ge­gangen ist, sind in­zwi­schen wis­sen­schaft­lich be­wiesen. Über die neu­ro­bio­lo­gi­schen Hin­ter­gründe von Mo­dellen wie dem An­kern und Re­f­ra­ming sowie For­maten wie dem New Be­ha­viour Ge­ne­rator.

Am An­fang er­schien NLP wie Zau­berei und ein Mär­chen - und die beiden Be­gründer John Grinder und Ri­chard Bandler haben ihre Me­thode ge­wis­ser­maßen auch als Mär­chen ver­kauft. Denn am Be­ginn ihrer Se­mi­nare ver­kün­deten sie immer, dass sie nur Lügen er­zählten, nichts von dem, was sie lehrten, sei wahr. Ihre Me­thodik funk­tio­niere le­dig­lich, und darum solle man sie doch ein­fach an­wenden ...

Genau ge­nommen haben Grinder und Bandler na­tür­lich nicht ge­logen. Sie konnten nur nichts be­weisen, konnten da­mals nicht genau er­klären, warum das Neu­ro­lin­guis­ti­sche Pro­gram­mieren funk­tio­niert. Ihrer Sache fehlte das wis­sen­schaft­liche Fun­da­ment, und damit er­schien sie als Mär­chen­ge­schichte.

Doch das hat sich in­zwi­schen grund­le­gend ge­än­dert. Das Mo­dell, das Bandler und Grinder vor 30 Jahren so be­tont un­wis­sen­schaft­lich eta­blierten, er­fährt heute durch die Er­kennt­nisse der mo­dernen Hirn­for­schung eine wis­sen­schaft­liche Un­ter­maue­rung. So er­staun­lich wie wahr: Na­hezu alle Prä­sup­po­si­tionen des NLP sind in­zwi­schen neu­ro­wis­sen­schaft­lich be­legt.

Zu ver­danken haben wir diese Be­lege com­pu­ter­ge­stützten Ver­fahren, die es uns er­lauben, die Ak­ti­vität des Ge­hirns na­hezu bis auf die Ebene ein­zelner Neu­rone nach­zu­ver­folgen. Man nutzt hiefür zum einen die Ei­gen­schaft von Was­ser­mo­le­külen, sich in starken ma­gne­ti­schen Fel­dern aus­zu­richten (Ma­gnet-Re­so­nanz-To­mo­gra­phie). Zum an­deren knüpft man an den Um­stand an, dass ak­tive Neu­rone mehr Energie ver­brau­chen, die durch ver­mehrten Trau­ben­zu­cker­um­satz be­reit­ge­stellt wird. Ver­ab­reicht man einer Test­person ra­dio­aktiv mar­kierten Trau­ben­zucker, lassen sich ak­tive Hir­na­reale durch die er­höhte Strah­len­ab­gabe sichtbar ma­chen.